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Seelisbergsee

Seelisbergsee

Lage Kanton Uri
Fläche 0,18 km²
maximale Tiefe 37m
maximale Länge 800 m
maximale Breite 350 m
Zuflüsse Unterseeische Einsickerungen
Abfluss Bach zum kleinen Seelisbergsee
Höhe über Meer 738 m

Der Seelisbergsee, auf diversen Kartenwerken auch nur als Seeli bezeichnet, ist ein See unterhalb der Ortschaft Seelisberg im Kanton Uri, Schweiz.

Der See ist etwa 18 ha gross, 700 bis 800 m lang, 350 m breit und eine Tiefe von 37 m, die wie eine Wanne beschaffen ist.

Lage

Der Seelisbergsee befindet sich auf 738 m südwestlich des "Knies" des Vierwaldstättersees, also wo dieser in den Urnersee übergeht. Das Rütli, der Legende nach Geburtsort der Schweizer Eidgenossenschaft, liegt gleich in unmittelbarer Nähe. Der See liegt am steilen Nordhang des Niederbauen-Chulm (1923 m) in einer Senke. Der Zufluss erfolgt über unterirdische Einsickerungen, dann fliesst das Wasser in den kleinen See ab, von da an unterirdisch bis in den Vierwaldstättersee, wo es zwischen Rütli und Bauen unter der Wasseroberfläche wieder austritt. Der Untergrund im Bereich des Abflusses ist ziemlich zerklüftet und weist vermutlich ein weit verzweigtes Höhlensystem auf.

Nutzung

Am Nordende zwischen Seelisbergsee und -wyher befindet sich ein Campingplatz (nur für Zelte) und ein Strandbad. Die sommerlichen Wassertemperaturen liegen über den Werten des Vierwaldstättersees. Auch für die Hobbyfischerei ist dieser Voralpensee sehr interessant.

Entstehung

Zur Entstehung des Seelisbergersees gibt es eine Sage: Ein «Blumenfeld» sei als Fluch für eine Untat ihres herrschaftlichen Besitzers überflutet worden. Auf diese Weise sei das Seeli entstanden. Ein Körnchen Wahrheit könnte in dieser Geschichte stecken. Es gibt Hinweise, dass der Pegelstand des Sees im Verlauf seiner Geschichte unterschiedlich hoch gewesen ist.

1916 war geplant, den Isitalbach zuzuführen, um aus dem See ein Staubecken für ein Kraftwerk zu machen. Der Plan scheiterte aufgrund des schwierigen Abflusssystems und musste wieder aufgegeben werden. 1937 wurde der See wieder abgesenkt, der während der Bauarbeiten um 2 Meter höher war. Das hatte negativen Einfluss auf die Artenvielfalt in Ufernähe.

Seelisbergsee mit dem rotfüssigen Edelkrebs. Geschützte Bergflora.


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